23. August 2013
An ein Familienmitglied und Freund (Teil 1)
Ankunft
Ich kann mir nur schwer Daten merken und auch Zahlen die über meine vier-stellige Bankpin hinausgehen, merke ich mir selten bis gar nicht.
Er wird es mir verzeihen - wie so vieles - wenn ich mich nicht mehr an das genaue Datum erinnere, an dem er in unser Leben getapst kam.
Es muss wohl Angang September 2006 gewesen sein, als wir ihn aus dem Kreise seiner Artgenossen, Geschwister und Eltern gerissen haben und ihm fortan ein Leben unter Menschen zumuteten.
Die Beweggründe waren rein menschlich-egoistischer Natur. Ein "Haustier" sollte es sein, Vorzugsweise ein Hund, da meine damalige Lebensgefährtin und jetzige Ehefrau eine gewisse Abneigung gegen Katzen hegt.
Ihre Begründung ist mir persönlich unverständlich: "Die sind mir unheimlich, lassen sich nicht zähmen, machen was sie wollen, und zeigen nur Zuneigung wenn es ihnen passt."
Eigentlich genau die gleichen Eigenschaften die ich bei Ihr auch erkenne, von daher wäre eine Katze ideal. Aber nun ja, Frauen muss man nicht verstehen, man darf sie nur lieben.
Da stolperte er nun durch unsere Wohnung, dieses flauschige Wesen. Erkundete hier, markierte da.
Die anfänglich euphorische Grundstimmung wich schnell einer gewissen Frustration, als sich das neue Familienmitglied ganz entgegen unserer menschlichen Erwartungshaltung gebärdete. Tierisch eben.
Von menschlichen Babys durchaus gewohnt und oft unter dem Beisein der gesamten Verwandtschaft bejubelt, nicht selten entbrennt geradezu ein Wettbewerb untereinander, von wem es wohl diese begnadete Intelligenz geerbt hat seine Umgebung und Gegenstände zu ertasten, zu erschnüffeln und alles erdenkliche in den Mund zu nehmen. Wie schnell würde diese Verzückung ins Gegenteil umschlagen, hätte Baby schon Zähnchen und Klauen?
Bekannte Schuldzuweisungen, wie: "Das kann er nur von Dir haben" inclusive.
Unser tierischer "Nachwuchs" hat in dieser Hinsicht eine beeindruckende Konsequenz an den Tag gelegt.
24. Mai 2013
Parallel-Universum
Jeden... ich betone: Jeden Morgen! betreten Ich und Herrchen ein Parallel-Universum und bestaunen - meist als unbeteiligte Zuschauer, im ungünstigen Fall involviert in das Geschehen - einen ungleichen Kampf:
Frauchen vs. Garderobe
(Wenn man Frauchen so reden hört, kann es sich nur um eine gegen sie gerichtete Verschwörung der Klamotten und Schuhe handeln)
Dabei fängt alles immer ganz harmlos an. Frauchen setzt wie jeden Morgen auf den letzten Erinnerungsweckruf des Handys ihren Fuß (vermutlich jedes mal den linken) vors Bett.
Herrchen vertritt ja die Auffassung damit fange alles Übel schon an. Er faselt dann immer was von einem alten militärischen Wahlspruch: "fünf Minuten vor der Zeit, ist des Soldaten Pünktlichkeit...".
(Wobei ich den Spruch nicht ganz verstehe. Fünf Minuten entscheiden manchmal über Leben oder Tod... aber das ist ja ein anderes Thema.)
Der Mensch braucht offenbar Rituale... Frauchen ganz besonders. So gibt es an der morgendlichen Ordnung erst einmal nichts auszusetzen: Frauchen macht Kaffee und zwei "Kippchen" und ab ins Bad. Soweit so gut.
Nun gibt es für Frauchen, mehrere Varianten der morgendlichen Körperhygiene:
1. Duschen ohne Haare
2. Duschen mit Haare
3. Nur Haare
Nach welchen Kriterien welche Variante zum morgendlichen Einsatz kommt, hinter dieses Geheimnis bin ich bis heute nicht gekommen.
Ich persönlich bevorzuge die 2. Variante von Herrchen:
1. Dusche
2. Keine Dusche
Nun beginnt Frauchen (ich glaube hier wird schon die Weiche gestellt, die später ins Verderben führt) mit der Vorbereitung dessen, was Frau am Ende schminken nennt:
Puder, Puder... noch mehr Puder, Eye-Liner, Wimperntuschen (natürlich kommt hierfür nur ein "Millionisierer" oder wie das Ding heißt, in Frage), Augenbrauen nachziehen, Wangen betonen. Man merkt, bis hierhin ist alles Routine... läuft quasi wie geschmiert.
Es folgt das Vorstadium zum Armageddon: Haare fönen!
Sollte hier etwas - meist ein Haar - nicht so liegen wie geplant (muss scheitern, denn der einzige Plan besteht darin sich jeden morgen Neu zu erfinden), sieht Frauchen sich persönlich gescheitert.
Manchmal ist es nur der aufmunternden Worte von Herrchen zu verdanken, dass Frauchen sich nach dem Haar-Styling überhaupt noch einmal aufrappelt und in ihre Garderobe schlüpft!
Hier mache ich einmal einen kurzen Cut und tauche - zum besseren Verständnis der Materie - ein, in die faszinierende Logistik von Herrchen:
Aufstehen, Toilette, meist Variante 2. (da am Vorabend geduscht), anziehen (Klamotten am Vorabend bereitgelegt), Haare. Fertig. Zeitaufwand ca. 15 -20 Minuten.
Wo waren wir? Ach ja... Stichwort: Garderobe.
Frauchen vs. Garderobe
(Wenn man Frauchen so reden hört, kann es sich nur um eine gegen sie gerichtete Verschwörung der Klamotten und Schuhe handeln)
Dabei fängt alles immer ganz harmlos an. Frauchen setzt wie jeden Morgen auf den letzten Erinnerungsweckruf des Handys ihren Fuß (vermutlich jedes mal den linken) vors Bett.
Herrchen vertritt ja die Auffassung damit fange alles Übel schon an. Er faselt dann immer was von einem alten militärischen Wahlspruch: "fünf Minuten vor der Zeit, ist des Soldaten Pünktlichkeit...".
(Wobei ich den Spruch nicht ganz verstehe. Fünf Minuten entscheiden manchmal über Leben oder Tod... aber das ist ja ein anderes Thema.)
Der Mensch braucht offenbar Rituale... Frauchen ganz besonders. So gibt es an der morgendlichen Ordnung erst einmal nichts auszusetzen: Frauchen macht Kaffee und zwei "Kippchen" und ab ins Bad. Soweit so gut.
Nun gibt es für Frauchen, mehrere Varianten der morgendlichen Körperhygiene:
1. Duschen ohne Haare
2. Duschen mit Haare
3. Nur Haare
Nach welchen Kriterien welche Variante zum morgendlichen Einsatz kommt, hinter dieses Geheimnis bin ich bis heute nicht gekommen.
Ich persönlich bevorzuge die 2. Variante von Herrchen:
1. Dusche
2. Keine Dusche
Nun beginnt Frauchen (ich glaube hier wird schon die Weiche gestellt, die später ins Verderben führt) mit der Vorbereitung dessen, was Frau am Ende schminken nennt:
Puder, Puder... noch mehr Puder, Eye-Liner, Wimperntuschen (natürlich kommt hierfür nur ein "Millionisierer" oder wie das Ding heißt, in Frage), Augenbrauen nachziehen, Wangen betonen. Man merkt, bis hierhin ist alles Routine... läuft quasi wie geschmiert.
Es folgt das Vorstadium zum Armageddon: Haare fönen!
Sollte hier etwas - meist ein Haar - nicht so liegen wie geplant (muss scheitern, denn der einzige Plan besteht darin sich jeden morgen Neu zu erfinden), sieht Frauchen sich persönlich gescheitert.
Manchmal ist es nur der aufmunternden Worte von Herrchen zu verdanken, dass Frauchen sich nach dem Haar-Styling überhaupt noch einmal aufrappelt und in ihre Garderobe schlüpft!
Hier mache ich einmal einen kurzen Cut und tauche - zum besseren Verständnis der Materie - ein, in die faszinierende Logistik von Herrchen:
Aufstehen, Toilette, meist Variante 2. (da am Vorabend geduscht), anziehen (Klamotten am Vorabend bereitgelegt), Haare. Fertig. Zeitaufwand ca. 15 -20 Minuten.
Wo waren wir? Ach ja... Stichwort: Garderobe.
10. Oktober 2012
Das muss ich noch los werden
Gestern am späten Nachmittag (so zwischen vier und halb fünf) drehten Herrchen und ich unsere vorletzte Runde für den Tag.
Je nach Laune und Tagesform wähle ich unter drei verschiedenen Routen. Meine gewählte Route führte uns dieses mal wieder an dem Übungsplatz der hochnäsigen Airedaleterrier vorbei. Vermutlich sind die auch schon mittlerweile "auf den Hund gekommen", es tummelten sich dort vor der Tür nämlich zwei Kollegen, die alles andere als (rein)rassig und wohlerzogen rumschnüffelten.
Der eine ließ es sich nicht nehmen, mich, als dienstältesten Rüden im Revier, unterwürfig zu begrüßen. Da er dabei die rügenden und zur Umkehr mahnenden Rufe seines Besitzers geflissentlich überhörte, mußte dieser nun notgedrungen seinem Vierbeiner folgen. Die Schmach für dessen Ego konnte ich riechen... leider Geil.
Je nach Laune und Tagesform wähle ich unter drei verschiedenen Routen. Meine gewählte Route führte uns dieses mal wieder an dem Übungsplatz der hochnäsigen Airedaleterrier vorbei. Vermutlich sind die auch schon mittlerweile "auf den Hund gekommen", es tummelten sich dort vor der Tür nämlich zwei Kollegen, die alles andere als (rein)rassig und wohlerzogen rumschnüffelten.
Der eine ließ es sich nicht nehmen, mich, als dienstältesten Rüden im Revier, unterwürfig zu begrüßen. Da er dabei die rügenden und zur Umkehr mahnenden Rufe seines Besitzers geflissentlich überhörte, mußte dieser nun notgedrungen seinem Vierbeiner folgen. Die Schmach für dessen Ego konnte ich riechen... leider Geil.
8. Oktober 2012
Haarsträubendes
Heute möchte ich einmal mit dem doch weit verbreiteten Vorurteil aufräumen, nur wir Vierbeiner verlören übermäßig viele Haare, die dann (wie auch immer) in Suppen, zwischen Polstermöbeln, unter Schränken und Betten... schlimmstenfalls zwischen den Zähnen meiner menschlichen Mitbewohner zum Vorschein kommen, auf jeden Fall dann doch die Mehrzahl immer dem Staubsauger (Folterinstrument Nummer eins für jedes sensible Hundeohr) zum Opfer fallen.
Ganz anders sieht es da schon mit der sich verflüchtigenden (ausfallen darf man ja nicht sagen, das würde eine mittelschwere Sinnkrise auslösen) Haarpracht meines über alles geschätzten Frauchens aus.
Deren, an weichgekochte Spaghetti erinnernde - da ebenso anhänglich - dunkel gefärbtes Haupthaar findet sich - oder meist ist es Herrchen, der es findet - an den unzugänglichsten Stellen wieder.
Wo sich mein gepflegtes Kurzhaar allenfalls einmal geschickt in ein Sitzkissen oder eine Decke "verhakt", woraus es sich mittels einer Pinzette und unter geringem Kraftaufwand leicht wieder entfernen lässt, und der Rest erledigt sich dank eines ausgeklügelten Kehrplanes und oben erwähntem Folterinstrument in zweitägigem Abstand quasi wie von selbst. Da bedarf es bei meinem menschlichen Pendant schon ganz anderer Anstrengungen.
Logistisch wie auch mental stößt Herrchen hierbei jedesmal an seine Grenzen.
Ganz anders sieht es da schon mit der sich verflüchtigenden (ausfallen darf man ja nicht sagen, das würde eine mittelschwere Sinnkrise auslösen) Haarpracht meines über alles geschätzten Frauchens aus.
Deren, an weichgekochte Spaghetti erinnernde - da ebenso anhänglich - dunkel gefärbtes Haupthaar findet sich - oder meist ist es Herrchen, der es findet - an den unzugänglichsten Stellen wieder.
Wo sich mein gepflegtes Kurzhaar allenfalls einmal geschickt in ein Sitzkissen oder eine Decke "verhakt", woraus es sich mittels einer Pinzette und unter geringem Kraftaufwand leicht wieder entfernen lässt, und der Rest erledigt sich dank eines ausgeklügelten Kehrplanes und oben erwähntem Folterinstrument in zweitägigem Abstand quasi wie von selbst. Da bedarf es bei meinem menschlichen Pendant schon ganz anderer Anstrengungen.
Logistisch wie auch mental stößt Herrchen hierbei jedesmal an seine Grenzen.
20. Juni 2012
Tooor!
Hallo Leute... aus aktuellem Anlass,
muss ich mir heute bisschen Frust von der Seele schreiben.
Der Anlass ist die Fussball-EM in... ja
wo denn eigentlich? Ukraine, Polen... oder doch umgekehrt?
Für den Frust ist (wieder einmal) mein
Herrchen zuständig.
Der alte Zausel hat aber auch an allem
etwas zu nörgeln.
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